Maßnahmen
Auf Basis der analysierten Betroffenheiten und der herausgearbeiteten Handlungsfelder und Leitlinien wurde ein Maßnahmenkatalog mit 15 Maßnahmen erarbeitet. Die Maßnahmen lassen sich grob in drei Themen aufteilen: Hitzebezogene (rot) und wasserbezogene Maßnahmen (blau) sowie weitere, auf den Austausch und die Kommunikation bezogene, übergreifende Maßnahmen (grau). Im Rahmen der Steckbriefe werden die Maßnahmen ausführlich beschrieben und den obigen Handlungsfeldern und Leitlinien zugeordnet. Es werden mögliche Orte bzw. Projekte benannt, die sich aus Gesprächen sowie aus der räumlichen Betroffenheit anhand der Analysekarten ergeben. Zur Kenntlichmachung der Zuständigkeiten zur Maßnahmenumsetzung sind die federführend verantwortlichen sowie zuarbeitenden Fachdienste aufgelistet.
- Maßnahmenkatalog der KAS (von 2024, pdf-Datei zum Download)
Maßnahmen (Umsetzung: Stand 2025)
Status: begonnen
Beschreibung: Grünflächen in thermisch belasteten Gebieten sollen zu Klimaoasen entwickelt werden. Klimaoasen sind klimatisch wohltuende Ausgleichsräume für Phasen von großer Hitze, in denen das Mikroklima verbessert wird und die als kühle und beschattete Rückzugsorte in überhitzten Siedlungsräumen dienen. Grünstrukturen, die bereits bioklimatisch wertvoll sind, sollen erhalten und möglichst untereinander vernetzt werden. Je nach Größe, Gestaltung und Vernetzung unterscheidet sich die Wirkung dieser innerstädtischen Ausgleichsflächen. In jedem Fall bieten strukturreiche Grünflächen Ausgleichsräume gegen den Hitze- und Trockenheitsstress für Mensch und Natur und Lebensräume für Flora und Fauna. Gerade in Gebieten mit schlechter bioklimatischer Situation und sensiblen Nutzungen sind die Schaffung von Klimaoasen und die Vernetzung von Grünräumen prioritär.
Laufende Projekte:
- Mehrgenerationenwiese: Bauphase begonnen, ungebundene Bauweise von Wegen und Platzflächen; Baum- und Strauchpflanzungen
Projekte in Planung:
- Park am ehem. Rangierbahnhof: Umgestaltung der Fläche hin zu einem Parkgelände inkl. klimaangepasster Gestaltungselemente wie bspw. beschattete Wege und Sitzgelegenheiten, klimaangepasste Artenauswahl, versickerungsfähige Wegebeschaffenheit, Wasserspielplatz etc.; Freihaltung der Frischluftschneise in das Stadtzentrum
- Einzelbaumpflanzungen: Fördermittel eingeworben aus dem Bundesprogramm Natürlicher Klimaschutz über KfW 444: "B.3 Einzelbäume pflanzen" (22.500 Euro)
- Straßenbäume pflanzen und Baumstandorte optimieren: Fördermittel eingeworben aus dem Bundesprogramm Natürlicher Klimaschutz über KfW 444: "B.2 Straßenbäume pflanzen" (28.800 Euro) und "B.4 nachträglich Standorte optimieren, um Bestandsbäume zu erhalten" (95.400 Euro; zusammen 124.200 Euro)
- Anlage und Gestaltung verschiedener Grünflächen: Fördermittel eingeworben aus dem Bundesprogramm Natürlicher Klimaschutz über KfW 444: "C.1 Schaffung beziehungsweise Qualifizierung kleiner lokalklimatisch wirksamer Parkanlagen (sogenannte Pikoparks)" (328.500 Euro)
- B-Plan Nr. 95 "Grüner Weg, ehemals Lekkerland": Teil des Plangebiets wird öffentliche Grünfläche, Wohnstraßen: grüne, baumbestandene Nachbarschaftsplätze, bewachsene Mulden
- Baumpflanzungen und Entsiegelung am Ruthenberger Markt: Baumpflanzungen (ca. 8 Stück), Schnittheckenpflanzung 40 m, Teilentsiegelung von ca. 100 m²; zur Finanzierung der Baumpflanzungen sollen eingeworbene Fördermittel aus dem Bundesprogramm Natürlicher Klimaschutz über KfW 444 eingesetzt werden
- Neubau Störwanderwegabschnitt Reutenkoppel-Altonaer Straße: Störwanderwegabschnitt als kühles Erholungsgebiet erlebbar machen
- Entwicklung Stock-Gelände: Eine klimagerechte Neuanlage der Grünanlage und des Spielplatzes ist für Herbst 2026 vorgesehen, ein Planungsbüro wurde beauftragt, Fördermittel aus dem Bundesprogramm Natürlicher Klimaschutz über KfW 444 können zur Finanzierung eingesetzt werden (siehe M1).
- Grünfläche/Spielplatz ehemalige Textilfabrik: Nachpflanzungen von 10 Bäumen
Abgeschlossene Projekte:
- Grünfläche/Spielplatz ehemalige Textilfabrik: Grünanlage mit Spielfläche in einem hoch verdichteten Stadtquartier angelegt
- Baumpflanzungen am Einfelder See: flächige Einzel- und Gruppenbaumbepflanzung im Strandbereich und im Böschungsbereich Einfelder Schanze (ca. 50 Stück)
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms “Biologische Vielfalt”: Förderantrag wurde eingereicht. Schwerpunkte der KBS sollen u.a. auch Klimaanpassungsmaßnahmen sein wie bspw. die naturnahe Gestaltung von öffentlichen Gebäuden und Flächen. Die Förderung ab 2027 wurde in Aussicht gestellt.
Status: begonnen
Beschreibung: Das Ziel einer wassersensiblen Straßen- und Freiraumgestaltung ist es, Regenwasser in der Stadtlandschaft zurückzuhalten. So kann bei Starkregen der Abfluss in die großen urbanen Senken reduziert und Schäden an Gebäuden und Infrastruktur vermieden werden. In der alltäglichen Situation wird das Niederschlagswasser zudem als Ressource für die bessere Wasserversorgung des Stadtgrüns genutzt. Um sich das Schwammstadt-Prinzip zunutze zu machen, sollte die Entsiegelung in Straßenräumen sowie entlang von Wegen und auf Plätzen vorangebracht werden, um Retentionsräume zu schaffen, in denen das Wasser zurückgehalten, verdunstet und versickert wird. Neben der Überflutungsvorsorge ergeben sich dadurch Synergien in Hinblick auf die Reduktion von Trockenheit und Erwärmung. Die Begrünung von Straßenzügen wirkt durch die entstehende Verdunstungskühle und den Schatten von Bäumen der Hitzebelastung entgegen.
Maßnahmen zum Rückhalt von Regenwasser tragen darüber hinaus zu einer Entlastung des Kanalnetzes bei, wodurch der Überlauf in kleine Gewässer und damit deren Verschmutzung verhindert werden kann (vgl. M 12).
Der Fokus für die Maßnahmenumsetzung sollte auf potentiell überflutungsgefährdeten sowie auf hitzebelasteten Gebieten im Umfeld sensibler Nutzungen liegen.
Projekte in Planung:
- Sanierung der Baumpflanzungen am Kleinflecken: Fördermittel aus dem Bundesprogramm Natürlicher Klimaschutz über KfW 444 können zur
Finanzierung eingesetzt werden (siehe M1).
Abgeschlossene Projekte:
- Platz-Wegegestaltung Am alten Kirchhof: Allee-Baumpflanzungen (10 Stück), Entsiegelung von Verkehrsflächen (ca. 200 m²)
Überschneidungen mit anderen Maßnahmen:
- siehe M1:
- Straßenbäume pflanzen und Baumstandorte optimieren
- B-Plan Nr. 95 “Grüner Weg, ehemals Lekkerland”
- Neubau Störwanderwegabschnitt Reutenkoppel-Altonaer Straße
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische
Vielfalt"
Status: begonnen
Beschreibung: Neben Grünräumen stellen Spiel- und Sportplätze wichtige Orte für die Begegnung, Erholung und Bewegung dar. Um diese Orte an die Folgen des Klimawandels anzupassen, bedarf es einer hitze- und wassersensiblen Umgestaltung besonders belasteter Flächen. Der räumliche Fokus sollte auf Flächen im Umfeld sensibler Nutzungen liegen.
Projekte in Planung:
- Spielraumentwicklungskonzept: Der Konzeptentwurf sieht klimaangepasste Gestaltungselemente wie bspw. Verschattungselemente, Wasserspielelemente oder Retentionsflächen vor.
Abgeschlossene Projekte:
- Pflanzarbeiten am Spielplatz Ripenstraße
- Pflanzarbeiten am Spielplatz Schadowstraße
Überschneidungen mit anderen Maßnahmen:
- siehe M1:
- Grünfläche/ Spielplatz ehemalige Textilfabrik
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische
Vielfalt" - Entwicklung Stock-Gelände
Status: begonnen
Beschreibung: Der Baumbestand ist aus klimatischer Sicht für die Stadt von sehr großer Bedeutung: Zum einen bieten großkronige Bäume im Sommer kühle, schattige Rückzugsorte, zum anderen tragen Bäume in hohem Maße zur Frischluftproduktion bei. Um den Baumbestand in Neumünster gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels widerstandsfähiger zu machen, aber auch seine mindernden Wirkungen zu erhalten, sollten die Wuchsbedingungen an den Baumstandorten geprüft und bei Bedarf verbessert werden. Die Priorität für die Maßnahmenumsetzung liegt dabei in hitzebelasteten Siedlungsgebieten mit sensiblen Nutzungen, jedoch sollten Synergien mit stattfindenden Eingriffen im Straßen- und Stadtraum genutzt werden, um entsprechende Maßnahmen an geeigneter Stelle umzusetzen.
Abgeschlossene Projekte:
- Verbesserung der Baumstandorte auf dem Großflecken: Verbesserung von ca. 40 Alleebäumen durch Baumgrubenerweiterung und Bewässerungseinrichtung
Überschneidungen mit anderen Maßnahmen:
- siehe M1:
- Straßenbäume pflanzen und Baumstandorte optimieren
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms “Biologische Vielfalt”
Status: begonnen
Beschreibung: Gute Grünflächenpflege ist in vielerlei Hinsicht von großer Bedeutung für die positive Entwicklung einer Stadt. Ein gepflegtes Erscheinungsbild der Grünflächen prägt die Identität der Stadt und die Lebensqualität der Bewohner/-innen. Die sich verändernden klimatischen Bedingungen stellen die Grünflächenpflege jedoch vor große Herausforderungen. Artenzusammensetzungen ändern sich, neue Schädlinge wandern vermehrt ein, lange Trockenphasen in den Sommermonaten führen zu einem erhöhten Bewässerungsbedarf und Hitze- und Trockenheitsschäden der Vegetation. Totholzaufkommen und Astbruch stellen nicht nur für die Pflanzen selbst, sondern auch für die Menschen ein Sicherheitsrisiko dar. Auf diese Situation muss die Grünflächenpflege flexibel mit neuen Standards reagieren. Räumlich sollte sich die Maßnahmenumsetzung prioritär an hitzebelasteter Vegetation im Umfeld sensibler Nutzungen orientieren, um gerade hier die Wohlfahrtswirkungen des Bestandsgrüns im Sinne von Ausgleichsräumen bei starker Hitze zu erhalten und letztlich auch die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
Abgeschlossene Projekte:
- Empfehlungslisten für Bäume, Sträucher und Stauden, Dach- und Fassadenbegrünung: Abstimmung von Empfehlungslisten für die Pflanzung von Bäumen, Sträuchern und Stauden, Dach- und Fassadenbegrünung innerhalb der Verwaltung, öffentliche Bereitstellung der Empfehlungslisten auf der Website
Überschneidung mit anderen Maßnahmen:
- siehe M1:
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische
Vielfalt"
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische
Status: begonnen
Beschreibung: Neben den Klimaoasen (vgl. M 1) zur Verbesserung der Grünversorgung und für eine schnelle und wohnungsnahe Abkühlung unmittelbar in überhitzten Gebieten gilt es, weitere naturnahe, hitzeangepasste Naherholungsräume zu erhalten, zu fördern und insbesondere mit benachteiligten Siedlungsgebieten zu vernetzen. Prioritär sollten Angebote im Umfeld sensibler Nutzungen betrachtet werden.
Überschneidungen mit anderen Maßnahmen:
- siehe M1:
- Park am ehem. Rangierbahnhof
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische
Vielfalt"
Status: begonnen
Beschreibung: Die Ökologischen Leitlinie für die Bauleitplanung und kommunale Projekte bei der Stadt Neumünster, welche bisher Aspekte der ökologischen Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes bei der Entwicklung von Neubaugebieten und bei kommunalen Bauvorhaben berücksichtigt, soll um Klimaanpassungsaspekte ergänzt werden. Diese Maßnahme knüpft an die Maßnahme 3.3 „Weiterentwicklung der ökologischen Leitlinie für die Bauleitplanung und kommunale Projekte“ aus dem Klimaplan an, welche die Etablierung von sowohl Klimaschutz als auch Klimaanpassung fordert. Dabei soll nicht nur in den Neubaugebieten selbst die Entwicklung blau-grüner Infrastruktur (z. B. Baumpflanzungen, Gründächer, geringe Versiegelung) gestärkt werden, sondern auch die angemessene Versorgung mit Grünflächen und Erholungsangeboten sowie eine möglichst gute Vernetzung mit im Umfeld vorhandenen landschaftlichen Ausgleichsräumen in der Planung berücksichtigt werden. Zudem sollten allgemeine Planungsgrundsätze im Sinne einer Handlungsorientierung für die Stadt den konkreten Vorgaben der Leitlinie als eine Art Präambel vorangestellt werden. Diese könnten beispielsweise die Vermeidung von Bebauung in überflutungsgefährdeten Bereichen oder auf kaltluftrelevanten Freiflächen betreffen.
Stand der Umsetzung: Es wird derzeit an der Weiterentwicklung der Ökologischen Leitlinie für die Bauleitplanung und kommunale Projekte gearbeitet. Dazu wurde eine Arbeitsgruppe mit allen relevanten Fachdiensten eingerichtet und die inhaltliche Bearbeitung der Leitlinie begonnen.
Status: begonnen
Beschreibung: Neumünsters Gewässer, Niederungen und feuchte Gebiete wie Feuchtwiesen und Moore sind wertvolle Ökosysteme. Sie dienen nicht nur als Lebensräume für diverse Tier- und Pflanzenarten, sondern fördern auch den natürlichen Wasserhaushalt und speichern CO2.
Nutzungsänderungen, Kanalisierungen und klimatisch bedingte längere Trockenphasen stellen enorme Stressfaktoren für diese Gebiete dar. An erster Stelle stehen die langfristige Sicherung und Bewahrung der wertvollen feuchten Gebiete in Neumünster. Zur langfristigen Qualitätsverbesserung soll eine Gewässermanagementplanung die verschiedenen Aspekte zusammenführen. Aber auch, insbesondere zum Hochwasserschutz kommen in Zukunft größere Herausforderungen auf die Stadt zu. Hierzu bedarf es eines Ausbaus der Pegel, um Schwankungen der Wasserstände besser im Blick zu behalten und ein besseres Frühwarnsystem einführen zu können. Um im Bereich des Gewässerschutzes voranzukommen bedarf es eines regen Austauschs mit allen relevanten Akteur/-innen.
Abgeschlossene Projekte:
- Ankauf von Waldflächen (6500 m²) an der Stör
- Entwicklung der ehemaligen Kleingartenanlage Ostbahn zum Feuchtwald/Reduzierung der Entwässerung: bauliche Anlagen wurden entfernt
- Böschungssicherung und Neupflanzungen an der Schwale (Klosterstraße)
Überschneidungen mit anderen Maßnahmen:
siehe M1:
- Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische Vielfalt"
Status: noch nicht begonnen
Beschreibung: Zur Förderung der Klimaanpassung in der Landwirtschaft und zur Minderung der Auswirkungen von Extremwetterlagen sollte eine angepasste und schonendere Bewirtschaftung der Landwirtschaftsflächen Neumünsters erfolgen. Ziele sind u. a. die Reduzierung des oberflächlichen Abflusses und der stofflichen Belastungen des Boden- und Wasserhaushalts sowie die Stärkung der Biodiversität auf extensiv genutzten Landwirtschaftsflächen. Auf diese Weise werden auch die wirtschaftlichen Schäden für die betroffenen Bewirtschaftenden im Extremwetterfall reduziert.
Status: begonnen
Beschreibung: In der Neubauplanung und in den großflächigen Bestandsgebieten der Stadt soll die blaugrüne Gebäudegestaltung als zentrales Element der urbanen Klimaanpassung in den Blick genommen werden. Die Nutzung von Wasser und Pflanzen als Ressourcen bei der Gebäudeplanung ermöglicht die Kühlung der Gebäude durch Verschattung und Verdunstungskälte, die von der Vegetation ausgeht. Auch Gefahren durch Überflutungen können durch gezielte Rückhalteplanung verringert werden. Gerade in hitzebelasteten und sozial benachteiligten Gebieten mit vulnerablen Personengruppen ist daher eine blau-grüne Gebäude- und Grundstücksplanung prioritär zu verfolgen.
Laufende Projekte:
- Volkshausplatz Umkleide mit Gründach und Fassadenbegrünung: Installation der Begrünung begonnen
Projekte in Planung
- Walther-Lehmkuhl-Schule, Neubau des Kfz-Bereichs mit Gründach, PV und Fassadenbegrünung: Begrünung in Planung
- GAZ Neubau Rettungswache mit Gründach, PV und Fassadengrün: Begrünung in Planung
- Hans-Böckler-Schule Erweiterungsneubau mit Gründach und PV: Planung der Begrünung abgeschlossen
- Freiherr-vom-Stein-Schule, Neubau der Sporthalle mit Gründach und PV: Planung der Begrünung abgeschlossen
- Klaus-Groth-Schule, Neubau der Sporthalle mit Gründach, PV und Fassadenbegrünung: Planung der Begrünung abgeschlossen
- Freiwillige Feuerwehr Tungendorf mit Gründach, PV und Fassadenbegrünung: Planung der Begrünung abgeschlossen
Abgeschlossene Projekte:
- 13.08.2025: Fahrradtour „Klimaanpassung erfahren“
- Wilhelm-Tanck-Schule Teilneubau mit 24 Klassen: Gründach und PV: Installation der Begrünung
abgeschlossen
Überschneidungen mit anderen Maßnahmen:
- siehe M1: Förderantrag Kommunale Biodiversitätsstrategie (KBS) im Rahmen des Bundesprogramms "Biologische Vielfalt"
- siehe M5:
- Empfehlungslisten für Bäume, Sträucher und Stauden, Dach- und Fassadenbegrünung
Status: begonnen
Beschreibung: Um Gebäude in potentiell überflutungsgefährdeten Gebieten vor Schäden durch Starkregenschäden zu schützen, bedarf es zum einen einer wassersensiblen Gestaltung der Einzugsgebiete großer urbaner Senken (vgl. M 2) und zum anderen sollten Gebäude durch Objektschutzmaßnahmen baulich gegen das Eintreten von Wasser geschützt werden. Die gezielte Einleitung von Wasser in unempfindliche Bereiche von Gebäuden kann ggf. als Objektschutzmaßnahme im Starkregenfall die Auswirkungen solcher Extremereignisse puffern. Geprüft werden sollte, ob das anfallende Niederschlagswasser als alternative Wasserressource zwischengespeichert und genutzt werden kann (Regenwassernutzung). In potentiell überflutungsgefährdeten Gebieten mit sensiblen Nutzungen ist die Gebäudevorsorge besonders wichtig.
Abgeschlossene Projekte:
- Aktualisierung der Starkregenhinweiskarte:
Eine Aktualisierung und Verbesserung der Starkregenhinweiskarte Neumünster nicht mehr
erforderlich, da das Land SH inzwischen landesweite Starkregenkarten von methodisch höherer Tiefe bereitgestellt hat. - Informationsveranstaltung "Starkregen und Überschwemmung: Schutz für mein Haus" am 11.11.2025
Überschneidungen mit anderen Maßnahmen:
Status: begonnen
Beschreibung: Um die Kanalisation für die sich verändernden klimatischen Bedingungen zu wappnen, bedarf es einer Optimierung des Kanalnetzes. Neben dem weiteren Umbau zur Trennkanalisation umfasst das die Entlastung des Kanalnetzes durch ein angepasstes Regenwassermanagement zum Rückhalt anfallenden Wassers. Prioritär sollten zum einen Gebiete betrachtet werden, die hohe Fremdwassereinleitungen verursachen und zum anderen (insbesondere aus Gründen des Hochwasserschutzes) Gebiete mit sensiblen Nutzungen, welche von Überstauereignissen betroffen sind.
Abgeschlossene Projekte:
- Einbau einer Arco-Entwässerungsrinne (Urquell 50-56): Aufgrund von Oberflächenrückfluss nach Starkregenereignissen wurde das bisherige System durch eine Entwässerungsrinne ergänzt.
Überschneidung mit anderen Maßnahmen
- siehe M11: Aktualisierung der Starkregenhinweiskarte
Beschreibung: Extremereignisse wie Starkregen können großen Schaden an Gebäuden, Infrastruktur und Vegetation verursachen, aber auch Gefahren für die Bevölkerung bedeuten und die Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur temporär stark einschränken. Damit das Personal des Katastrophenschutzes in solchen Ausnahmesituationen handlungsfähig bleibt und wichtige Hilfe leisten kann, bedarf es einer angepassten Planung und Durchführung von Einsätzen sowie des Schutzes besonders gefährdeter Gebiete. Prioritär sind dabei potentiell betroffene Bereiche mit sensiblen Nutzungen wie Senioreneinrichtungen, Schulen oder Kitas und deren besondere Anforderungen zu berücksichtigen.
Abgeschlossene Projekte:
Status: begonnen
Beschreibung: Der Klimawandel bringt neue Gesundheitsrisiken mit sich. Neben den Gefahren durch Hitzebelastung und UV-Strahlung (z. B. Sonnenbrand, Hautkrebs, Hitzestress, Hitzschlag bis hin zum Hitzetod) treten beispielsweise vermehrt Atemwegserkrankungen und Allergien auf, welche durch die längere Blütezeit vieler Pflanzen begünstigt werden. Die Symptome von Erkrankungen der Atemwege, der Psyche (Zunahme von Suiziden, gesteigerte Aggressivität, Schlafmangel) oder auch von Herzkreislauferkrankungen verschlimmern sich durch die Klimaänderungen. Das Ziel ist es, solchen Erkrankungen soweit möglich vorzubeugen, die Bevölkerung aufzuklären und für geeignete Abwehrstrategien zu sensibilisieren.
Durch die Ausbreitung von Stechmücken und Zecken aufgrund der höheren Temperaturen können neue vektorübertragene Krankheiten auftreten. Ein Monitoring von Infektionskrankheiten ist implementiert (RKI, Öffentlicher Gesundheitsdienst) und würde im Bedarfsfall Infektionsschutzmaßnahmen auslösen.
Abgeschlossene Projekte:
- Hitzewarnaufkleber: Hitzewarnaufkleber des Landes angefordert und an öffentliche Einrichtungen ausgegeben (41 Kitas
und Pflegeeinrichtungen, 12 Pflegeheime, 15 Einrichtungen für betreutes/ altersgerechtes Wohnen) - 17.09.2025: Information zum Umgang mit Hitze im Seniorenbeirat: Information der Teilnehmenden per Vortrag und Verteilung von Informationsmaterial
- Informationspostkarten "So bleibt der Körper kühl. Schutz bei Hitze": Nachdruck von 500 Exemplaren, Verteilung erfolgt bei verschiedenen Veranstaltungen
Überschneidung mit anderen Maßnahmen
Beschreibung: Der Klimawandel ist mitunter ein anstrengendes Thema geworden, über das nicht (mehr) so gern gesprochen wird. Die Probleme, die er verursacht, sind aber allgegenwärtig und verschärfen sich. Klar ist: Durch Abwarten und Wegschauen können diese Probleme nicht gelöst werden. Es braucht also eine Klimakommunikation, die den Fokus auf die Motivation zum Handeln legt und die Chancen in der grünen Transformation aufzeigt.
Laufende Projekte:
- Ausstellung "Grün Stadt Grau" im Museum Tuch + Technik (16.04.-27.07.2026) mit begleitenden Veranstaltungen
- Bundesweiter Wettbewerb “abpflastern”
Abgeschlossene Projekte:
- Kooperationsprojekt mit dem Museum Tuch + Technik: Durchführung von drei Informationsveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung “GrünStadt Grau” zu den Themen "Hitzeschutz im Alter" und "Klimagerechte Balkon- und Gartengestaltung" sowie die Wiederholung der Fahrradtour "Klimaanpassung erfahren" in Zusammenarbeit mit verschiedenen Fachexpert/-innen u.a. der Verbraucherzentrale sowie aus den Fachdiensten 53, 63 und 66
- 03.04.25: Infoveranstaltung zum Auftakt der Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie
- 16.09.2025: Marktaktion im Rahmen der Woche der Klimaanpassung 2025
- Aktualisierung der Website: Einrichtung von Themenseiten zu "Hitzeschutz", "Dachbegrünung", “Fassadenbegrünung” und "Klimaangepasste Gartengestaltung" zur Bereitstellung von Informationen für Bürger/-innen; Ankündigung von städtischen Informationsveranstaltungen zum Thema Klimaanpassung sowie von Dritten wie z.B. der Verbraucherzentrale zum Thema
Überschneidung mit anderen Maßnahmen:
- Fahrradtour "Klimaanpassung erfahren" am 13.08.2025
Zum Projekt
| Titel | Umsetzung eines integrierten Klimaanpassungskonzepts für die Stadt Neumünster |
| Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages | |
| Projektlaufzeit | 01.12.2024 – 30.11.2027 |
| Förderkennzeichen | 67DAA01352 |
| Förderprogramm und -schwerpunkt | DAS-A.2 Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels |
| Ziel und Inhalt | Das Vorhabens soll sicherstellen, dass die Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts für Neumünster (KAS) durch die Beschäftigung eines / einer Klimaanpassungsmanagers/ in für die Dauer von drei Jahren begleitet und danach verstetigt wird. Der/die Klimaanpassungsmanager:in soll durch die Bereitstellung von Informationen, Öffentlichkeitsarbeit, Moderation, Sensibilisierung, Mobilisierung und übergreifendem Management die Umsetzung des Gesamtkonzepts und der Anpassungsmaßnahmen begleiten, unterstützen und sicherstellen. Die im Rahmen des Vorhabens gewonnenen Erkenntnisse dienen als Grundlage für die weitere Steuerung und Umsetzung der Anpassung an den Klimawandel auf der Grundlage einer langfristigen, vorausschauenden und systematischen Planung und Koordination. Mit der Umsetzung des Klimaanpassungskonzepts für Neumünster sollen die notwendigen Anpassungsprozesse möglichst frühzeitig, systematisch und integriert in Übereinstimmung mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung angegangen werden. Damit sollen gleichzeitig die Chancen durch die Folgen des Klimawandels genutzt und die Risiken abgemildert werden. Durch das geförderte Projekt wird die Anpassungsfähigkeit der Stadt Neumünster sowie der Erhalt und die Stärkung der Biodiversität erhöht. |
Weiterführende Informationen finden Sie beim Fördermittelgeber Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV) und bei der Projekträgerin Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gmbH.