Häufige Fragen zur Stadtklimaanalyse
Nein. Ein Wetterbericht sagt, wie das Wetter in den nächsten Tagen wird. Die Stadtklimaanalyse zeigt, welche Bereiche der Stadt bei einer typischen sommerlichen Hitzesituation stärker belastet sind und welche Bereiche zur Abkühlung beitragen.
Nein. Die Karten zeigen keine Bewertung der Wohnqualität insgesamt. Sie zeigen, wo Hitze und fehlende Abkühlung bei Planung, Sanierung und Klimaanpassung besonders berücksichtigt werden sollten.
Warme Nächte belasten, weil sich der Körper schlechter erholen kann. Gebäude, Straßen und versiegelte Flächen speichern Wärme und geben sie nachts wieder ab. Deshalb betrachtet die Analyse die Nachtsituation besonders genau.
Grünflächen wirken nicht zu jeder Tageszeit gleich. Am Tag ist vor allem Schatten entscheidend. Eine offene Wiese oder ein Rasen kann sich bei direkter Sonneneinstrahlung stark aufheizen, wenn Bäume fehlen. Nachts kann diese offene Fläche jedoch deutlich schneller abkühlen als bebaute und versiegelte Flächen. Dadurch kann Kaltluft entstehen, die in angrenzende Wohngebiete einsträmt und für Abkühlung sorgen. Das erklärt, warum auch grün wirkende Bereiche tagsüber belastet sein können. Zum Beispiel können größere Bereiche in Gartenstadt und Tungendorf tagsüber eine erhöhte thermische Belastung aufweisen. Diese Bereiche haben teilweise viel ebenerdiges Grün, aber vergleichsweise wenig großkronige Bäume.
Mithilfe der Stadtklimaanalyse kann bei Bauprojekten geprüft werden, ob wichtige Grünflächen, Kaltluftleitbahnen oder Kaltluftaustauschbereiche betroffen sind. Außerdem kann abgeleitet werden, in welchen Gebieten Verschattung, Begrünung, Entsiegelung und Gebäudeschutz besonders wichtig sind.
Auf privaten Flächen helfen Bäume, Sträucher, Entsiegelung, begrünte Dächer oder Fassaden, Regenwassernutzung und außenliegender Sonnenschutz. Auch Nachbarschaftshilfe bei Hitze ist wichtig, besonders für ältere oder alleinlebende Menschen.