Gemeinsame Standortentwicklung

Neumünster, Großenaspe und der Kreis Segeberg wollen die Entwicklung eines gemeinsamen Gewerbe- und Industriegebiets voranbringen.

Oberbürgermeister Tobias Bergmann, Landrat Jan Peter Schröder und Großenaspes Bürgermeister Thorsten Klinger (v. l.) unterzeichnen die Absichtserklärung, den sogenannten Letter of Intent. Vorne sitzen die drei Männer und unterschreiben jeweils ihre vorliegende Absichtserklärung. Im Hintergrund ist ein Banner zu sehen auf dem steht "Standortkonferenz zum interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiet Großenaspe".
Oberbürgermeister Tobias Bergmann, Landrat Jan Peter Schröder und Großenaspes Bürgermeister Thorsten Klinger (v. l.) unterzeichnen die Absichtserklärung, den sogenannten Letter of Intent. ©WKS

Die Stadt Neumünster, die Gemeinde Großenaspe und der Kreis Segeberg wollen die Standortentwicklung in Großenaspe künftig gemeinsam voranbringen. Bei einer Standortkonferenz unterzeichneten die drei Partner dazu eine gemeinsame Absichtserklärung, einen sogenannten Letter of Intent.

Ziel ist es, die Entwicklung eines interkommunalen Gewerbe- und Industriegebiets in Großenaspe abzustimmen und gemeinsam zu gestalten. Geplant ist ein Pilotprojekt für eine nachhaltige gewerbliche und industrielle Entwicklung in Schleswig-Holstein. Der Standort südlich von Neumünster bietet dafür gute Voraussetzungen – unter anderem durch die Nähe zur A7, verfügbare Entwicklungsflächen und die Energieinfrastruktur rund um das neue Umspannwerk Hardebek.

Hintergrund ist auch das Interesse eines Unternehmens, das eine Großelektrolyseanlage zur Produktion von grünem Wasserstoff ansiedeln möchte. Solche Vorhaben benötigen Standorte mit direktem Zugang zu erneuerbarer Energie, ausreichend Fläche sowie einer guten infrastrukturellen Anbindung.

Aus Sicht der Stadt Neumünster bietet die interkommunale Zusammenarbeit die Chance, die Energiewende mit wirtschaftlicher Entwicklung in der Region zu verbinden. Davon können langfristig auch Arbeitsplätze, Wertschöpfung und die Zukunftsfähigkeit des Standorts profitieren.

An der Konferenz nahmen neben den drei Projektpartnern auch Vertreter des Landes Schleswig-Holstein, Vertreter der Netzbetreiber sowie weiterer Institutionen teil. In den Gesprächen ging es um die nächsten Schritte für die mögliche Entwicklung des rund 75 Hektar großen Gewerbe- und Industriegebiets. Dabei wurde auch deutlich: Große zukunftsorientierte Vorhaben wie dieses können vor allem dann nachhaltig gelingen, wenn Kommunen und weitere Partner eng zusammenarbeiten.