Das Stadtarchiv der Stadt Neumünster

Großflecken 68 (Hochparterre)
24534 Neumünster

Ansprechpartner
Dr. Carsten Obst
Telefon 04321 942 2463
E-Mail

Öffnungszeiten 
Dienstag09:00 bis 12:00 Uhr und 13:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag12:00 bis 16:00 Uhr

Die Aufgaben

Sammlung, Sicherung und wissenschaftliche Erschließung von Quellen und Schriften zur Geschichte Neumünsters. Die Bestände unterteilen sich in das Fleckenarchiv (bis 1869), das Magistratsarchiv (ab 1870), das Ortsteilarchiv, das Bild- und Fotoarchiv, das Zeitungsarchiv sowie die Archivbibliothek. Insgesamt enthält das Stadtarchiv etwa 7000 Quellen sowie 1300 Schriften zur Flecken- und Stadtgeschichte.

Das Stadtarchiv unterstützt wissenschaftliche und private Untersuchungen (u. a. zu den Bereichen Stadt-, Industrie-, Wirtschafts- und Sozialgeschichte sowie zur Ahnen- und Familienforschung).

Recherchen im Stadtarchiv Neumünster

Sie suchen Informationen zur Stadthistorie oder über Vorfahren, die in Neumünster gelebt haben? Viele Quellen über die Vergangenheit der Stadt finden Sie im Stadtarchiv Neumünster. Um Ihnen die Arbeit zu erleichtern, stellen wir Ihnen hier drei Leitfäden zur Verfügung:

1. Erste Recherchen

Recherchen in einem Archiv erfordern stets ein hohes Maß an Geduld und Zeit. Rasche Ergebnisse lassen sich nur selten erzielen. Umso wichtiger ist daher eine sorgfältige Vorbereitung, damit sich die Forschungen effektiv durchführen lassen. Die folgenden Hinweise sollen Ihnen eine erfolgreiche Archivarbeit erleichtern.

Zunächst sollten Sie sich anhand der vorhandenen Literatur über den Themenbereich informieren, den Sie untersuchen wollen. Eine systematische Auswertung ergibt vielleicht bereits Angaben aus Archivmaterial wie Akten oder Chroniken, die für Ihre weiteren Recherchen von Interesse sein können.

Das Internet ist heute eine wertvolle Unterstützung bei den Recherchen. Sie müssen aber immer bedenken, dass die Ergebnisse einer solchen Suche mit derselben kritischen Distanz auszuwerten sind wie die einer traditionellen Literaturdurchsicht. Das gilt auch für Internetenzyklopädien wie beispielsweise Wikipedia.

Ebenfalls von großer Wichtigkeit für eine erfolgreiche Archivarbeit ist es, die Fragestellung oder das Thema Ihrer Untersuchung so konkret und präzise wie möglich zu formulieren. Dabei können die Ergebnisse Ihrer vorhergehenden Recherchen sehr von Nutzen sein, denn sie erleichtern oft die dafür notwendigen Überlegungen.

2. Telefonische und schriftliche Kontakte

Nehmen Sie bitte telefonisch Kontakt mit unserem Stadtarchiv unter der Telefonnummer 04321 942 2463 auf, um uns das Thema Ihrer Arbeit zu schildern und mit uns die Möglichkeiten für Ihre Recherchen zu besprechen. Grundlegende Informationen wie die Öffnungszeiten finden Sie auf dieser Webseite.

Bitte berücksichtigen Sie, dass es uns zumeist nicht möglich ist, am Telefon umfassend Auskunft zu erteilen. Das gilt umso mehr, wenn sich die Antworten auf Ihre Fragen nur durch oft umfangreiche Recherchen in unseren Katalogen ermitteln lassen.

Nach dem ersten Anruf können Sie weiterführende Fragen schriftlich oder per E-Mail einreichen. Formulieren Sie diese bitte präzise und übersichtlich, damit eine rasche Bearbeitung möglich ist. Fassen Sie in der Nachricht die Ihnen bereits vorliegenden Informationen zu dem Thema ebenfalls zusammen.

Bei telefonischen und schriftlichen Anfragen ist zu berücksichtigen, daß wir aus Zeit- und Personalgründen keine Durchsicht unserer Bestände vornehmen können. Der Arbeitsbereich eines Archives umfasst die Erhaltung und das Zugänglichmachen der Quellen. Die Forschungsarbeit ist Ihre Aufgabe.

3. Der Archivbesuch

Wir möchten Ihnen dringend empfehlen, einen Termin für einen Archivbesuch auszumachen. Dadurch lässt sich ein unnötiges Warten ebenso vermeiden wie eine vergebliche Fahrt, falls wir urlaubsbedingt oder aus anderen Gründen geschlossen haben. Außerdem können Sie eventuell bereits Material vorbestellen, was eine zügige Durchsicht erlaubt.

Für die Terminabsprache nehmen Sie bitte ein bis zwei Wochen vor einem geplanten Besuch mit uns telefonisch unter der oben genannten Rufnummer Kontakt auf. Berücksichtigen Sie bei Ihren Terminplanungen auch die Ferienzeiten und die Feiertage in Schleswig-Holstein, da wir dann eventuell schließen.

Planen Sie für Ihren Archivbesuch in jedem Fall ausreichend Zeit ein. Eine Durchsicht des für Sie wichtigen Materials kann sich sogar bei einem nur geringen Umfang als sehr arbeitsintensiv erweisen. Wenn Sie von außerhalb mit dem Wagen anreisen, sollten Sie vorher die Möglichkeit prüfen, wo Sie parken wollen (> Parkleitsystem).

Nehmen Sie ausreichend Papier, Stifte und Schreibzeug mit, um die Ergebnisse Ihrer Recherchen notieren zu können. Vergessen Sie nicht Ihre Lesebrille, falls Sie eine benötigen. Wenn Sie mit einem Laptop arbeiten wollen, laden Sie rechtzeitig die Akkus auf. Das Fotografieren von Archivbeständen ist bei uns mit Ausnahme von Bildmaterial grundsätzlich erlaubt, doch sprechen Sie uns bitte vorher noch einmal darauf an.

Wir sind gerne bereit, Sie bei Ihrem Besuch zu beraten und Sie mit dem Material vertraut machen. Allerdings können wir Sie aus zeitlichen Gründen nicht bei der Durchsicht und Auswertung unterstützen. Diese Aufgaben fallen Ihnen zu. Machen Sie sich daher auch mit den vor 1945 gebräuchlichen Schriften vertraut, um handschriftliche Texte lesen zu können.

Wie überall unterliegen auch unsere Archivbestände einem besonderen Schutz, der gegenüber der Nutzung oder der Anfertigung von Reproduktionen Priorität hat. Eine vorsichtige Behandlung des Materials ist zwingend vorgeschrieben. So dürfen die Archivalien beispielsweise nicht als Schreibunterlage verwendet, aus den Ordnern entnommen oder durcheinandergebracht werden. Bitte erkundigen Sie im Zweifelsfalle bei dem Archivpersonal.

Die Anweisungen unseres Archivpersonals müssen immer befolgt werden, um die Bestandserhaltung und eine ungestörte Archivarbeit zu gewährleisten. Das ist auch im Interesse der Besucher. Essen, Trinken und Rauchen sind daher in einem Archiv ebenfalls nicht gestattet. Bei Gesprächen ist unbedingt Rücksicht auf die anwesenden Benutzer zu nehmen.

Aus Platz- und Personalgründen ist es uns eventuell nicht möglich, alle von Ihnen benötigten Materialien vorzulegen, auch wenn zuvor eine Terminabsprache erfolgte. Hinzu kommen die laufenden Um- und Neustrukturierungen unserer Archivbestände, die zu weiteren Verzögerungen führen können. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Wenn Sie die Ergebnisse Ihrer Forschungen publizieren, dann stellen Sie bitte unserem Archiv unaufgefordert ein kostenloses Belegexemplar zur Verfügung. Dies gilt auch für maschinenschriftliche oder digitale Aufsätze und Arbeiten. Geben Sie darin die von Ihnen benutzten Quellen und unser Stadtarchiv als deren Standort an.

Für Ihre Recherchen im Stadtarchiv Neumünster wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

Einsicht in die Personenstandsregister und Kopien der Registereintragungen

Mit dem Gesetz zur Reform des Personenstandsrechts vom 19. Februar 2007 gelten seit dem 1. Januar 2009 für die Fortführung der Personenstandsregister folgende Fristen:

  • Geburtenregister 110 Jahre
  • Heiratsregister 80 Jahre
  • Sterberegister 30 Jahre.

Während dieser Fristen verbleiben die Register bei der Arbeitsgruppe Standesamt unserer Stadtverwaltung. Auskünfte für die oben genannten Zeiträume werden dort erteilt. Nach Ablauf der jeweiligen Fristen erfolgt die Übergabe an das Stadtarchiv Neumünster.

Eine Einsichtnahme in die Registerbände, die an das Stadtarchiv abgeben wurden, ist nach vorheriger Terminvereinbarung möglich. Bitte setzen Sie sich dazu mit uns telefonisch unter der Rufnummer 04321 942 2463 in Verbindung. Auf diese Weise können Sie eine rasche und damit effektive Durchsicht vornehmen. Kosten sind für Sie mit dem Herauslegen und der Archivbenutzung nicht verbunden.

Für die Terminabsprache nehmen Sie bitte ein bis zwei Wochen vor einem geplanten Besuch mit uns telefonisch Kontakt auf. Berücksichtigen Sie bei Ihren Planungen auch die Ferienzeiten und die Feiertage in Schleswig-Holstein, da unser Stadtarchiv dann geschlossen sein könnte. Aus Platz- und Personalgründen ist es uns bedauerlicherweise nur begrenzt möglich, Material für die Durchsicht bereitzulegen.

Die wichtigste Voraussetzung für eine erfolgreiche Suche ist, daß sich die Geburt, die Ehe-schließung oder der Sterbefall in der heutigen Stadt Neumünster oder in einer der zeitweise von hier aus betreuten Gemeinden ereignete. Sehr hilfreich ist auch die damalige Anschrift der betreffenden Personen.

Weiterhin muss berücksichtigt werden, daß in Neumünster mehrere Standesämter bestanden, für die man jeweils eigene Geburten-, Heirats- und Sterberegister führte. Dabei handelte es sich um die folgenden Bezirke:

  • Standesamt Neumünster-Stadt
  • Standesamt Neumünster-Land
  • Standesamt Neumünster
  • Standesamt Tungendorf
  • Standesamt Brachenfeld
  • Standesamt Einfeld

Bitte berücksichtigen Sie dabei auch, dass durch das Standesamt Neumünster-Land zeitweise 19 Gemeinden des Umlandes betreut wurden.

Grundsätzlich ist es ist unserem Stadtarchiv möglich, einzelne Registereintragungen für Sie herauszusuchen, doch benötigen wir für die Bearbeitung die entsprechenden Geburts-, Heirats- oder Sterbedaten. Bitte teilen Sie uns dazu die folgenden Angaben mit:

  1. Name und Vorname(n) der betreffenden Person bzw. des Brautpaares
  2. das für den Registereintrag zuständige Standesamt
  3. das Ausstellungsjahr des Registereintrages
  4. die laufende Nummer des Registereintrages bzw. das genaue Ausstellungsdatum sowie
  5. die damalige Anschrift der betreffenden Person bzw. des Brautpaares

Sollten Ihnen diese Angaben nicht vorliegen, dann nehmen Sie bitte mit uns telefonisch Verbindung auf. Wir klären dann direkt, auf welche Weise Sie die benötigten Informationen ermitteln können.

Haben Sie bitte Verständnis dafür, dass die Beantwortung einer Anfrage eventuell längere Zeit erfordert. Das gilt umso mehr, wenn unser Stadtarchiv mit Aufgaben beschäftigt ist, denen Priorität zukommt. Dazu gehören die Unterstützung unserer Stadtverwaltung, Amtshilfeersuchen anderer Behörden, die Betreuung von Schul- und Universitätsprojekten oder die Mitwirkung an kulturellen Veranstaltungen.

Für Ihre Forschungen zur Ahnen- und Familiengeschichte im Stadtarchiv Neumünster wünschen wir Ihnen viel Erfolg!

Stolpersteine, ein Kunstprojekt für Europa von Gunter Demnig
– Leitfaden für Neumünster –

Ziel der Aktion Stolpersteine in Neumünster:
Im Rahmen der Aktion Stolpersteine sollen jene Einwohner unserer Stadt geehrt werden, die während des Nationalsozialismus politischen, rassistischen oder anders motivierten Verfolgungen der Nationalsozialisten zum Opfer fielen.

Die Opfer:
Zu den Opfern gehören alle Personen, die im Rahmen der Verfolgungen während des Nationalsozialismus ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden. Hinzu kommen jene, die auf der Flucht vor den Nationalsozialisten ihr Leben verloren haben, die als verschollen gelten, aber mit größter Wahrscheinlichkeit gestorben sind, oder, die es schafften, durch Flucht, im Untergrund oder auf andere Weise die Zeit des III. Reiches zu überleben. Bei den genannten Opfergruppen richtet unsere Stadt sich nach den jeweils aktuellen Vorgaben des Künstlers Gunter Demnig.

Form und Ablauf der Ehrungen:
Die Ehrung geschieht durch Gedenksteine, deren Verlegung der Künstler Gunter Demnig vornimmt. Zur Ehrung sollen eingeladen werden: neben den Repräsentanten unserer Stadt, den Medien und den Sponsoren auch die Angehörigen der Opfer, sofern diese sich ermitteln lassen. Außerdem sollen durch vorherige Pressemitteilungen alle Einwohner Neumünsters dazu aufgerufen werden, sich als Gäste an den Verlegungen zu beteiligen.