Wohnraumversorgungskonzept

Das für die Stadt Neumünster 2006 von GEWOS aufgestellte Wohnraumversorgungskonzept stellt die aktuellen und die künftigen Angebots-, Bedarfs- und Nachfragestrukturen für den Zeitraum bis 2020 auf dem Wohnungsmarkt Neumünster dar. Es enthält Handlungsempfehlungen, differenziert nach unterschiedlichen thematischen und räumlichen Handlungsfeldern. Dieses Wohnraumversorgungskonzept wurde 2012 aktualisiert und die Wohnungsmarktprognose bis 2025 fortgeschrieben.

Das Wohnraumversorgungskonzept 2006

Die Erarbeitung des Wohnraumversorgungskonzeptes erfolgte in vier Arbeitsschritten. In einem ersten Arbeitsschritt wurde eine umfangreiche Analyse des Wohnungsmarktes in Neumünster vorgenommen. Um zukünftige Wohnraumbedarfe benennen zu können, war in einem zweiten Arbeitsschritt eine Prognose der Wohnungsmarktentwicklung in Neumünster notwendig. In einem dritten Schritt erfolgte eine kleinräumige Betrachtung der Wohnungsmärkte in Neumünster. Dabei wurde zwischen den 16 sog. statistischen Stadtteilen bzw. Sozialräumen Neumünsters differenziert. Im Rahmen der kleinräumigen Analyse ergaben sich vier Stadtteile, in denen wohnungspolitisch besondere Handlungsbedarfe bestehen.  In den Stadtteilen West, Böcklersiedlung, Nord-Ost und Ruthenberg erfolgt deshalb eine vertiefende Betrachtung. Auf der Basis der Ergebnisse der ersten drei Arbeitsschritte wurde dann das Wohnraumversorgungskonzept entwickelt. Es differenziert zwischen thematischen und räumlichen Handlungsfeldern und dient als Diskussionsgrundlage für eine gemeinsame Entwicklung des Wohnungsbestandes in Neumünster zusammen mit der lokalen Wohnungswirtschaft.

Leitziele des Wohnraumversorgungskonzeptes

  • Konsolidierung des Wohnungsmarktes durch eine Anpassung des Bestandes an die heutige und zukünftige Wohnungsnachfrage
  • Aufwertung des Wohnstandortes Neumünster durch die Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in den einzelnen Stadtquartieren

Wichtige Handlungsempfehlungen

  • Rückbau von 1.000 – 1.200 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern bis 2020
  • Bevorzugter Rückbau von mittelgroßen Wohnungen
  • Konzentration auf eine gezielte Innenentwicklung bzw. die Entwicklung bestehender Konversionsflächen bei der Ausweisung von Bauflächen
  • Aufwertung des Wohnungsangebotes durch gezielte Modernisierungsmaßnahmen in den Beständen, insbesondere älteren Beständen
  • Zielgruppenorientierter Bestandsumbau mit einem Fokus auf ältere Menschen und Familien
  • Kompensation des Bindungsausfalls von gefördertem Wohnraum durch Schaffung von rd. 450 neuen Miet- und Belegungsbindungen bis 2020, vorzugsweise durch Modernisierungsmaßnahmen im Bestand.

Zum Herunterladen:

Wohnraumversorgungskonzept 2012

Im Rahmen des Stadtumbaumanagements im Stadtumbaugebiet Stadtteil West wurde das Wohnraumversorgungskonzept 2006 durch das Büro F + B, Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH aktualisiert. Ergänzend zum Rahmenplan für das Stadtumbaugebiet "Stadtteil West" war es sinnvoll, eine Aktualisierung und Fortschreibung der wesentlichen Aussagen des Wohnraumversorgungskonzeptes 2006 vorzunehmen. Auf dieser Basis lassen sich in den Handlungsfeldern Wohnungsrückbau, -modernisierung und -neubau konkrete Handlungserfordernisse sowohl für den "Stadtteil West" als auch für die Gesamtstadt ableiten.