Bundesfreiwilligendienst

In Einrichtungen der Stadt Neumünster

Die Stadt Neumünster bietet insgesamt vier Plätze für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) in der Kindertagesstätte Hauke-Haien und der Fröbelschule an. 

Der BFD bietet die Möglichkeit

  • soziale Arbeitsfelder kennenzulernen und sich zu engagieren,
  • eigene Fähigkeiten auszuprobieren,
  • Klarheit über einen angestrebten Berufswunsch zu erlangen,
  • die Wartezeit bis zur Ausbildung oder zum Studium sinnvoll zu nutzen.

Aktuelle Ausschreibungen

Zur Zeit liegt kein Angebot vor.

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Interesse? Dann bewerbt euch!

Die nächste Einstellung erfolgt zum Sommer 2019.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. März 2019.

Ansprechpartnerin für den Bundesfreiwilligendienst ausschließlich für die oben genannten Einrichtungen der Stadt Neumünster ist:

Catharina Sievers
Zentrale Verwaltung und Personal
Abteilung Personal
Großflecken 59
24534 Neumünster
(Neues Rathaus, 2. Etage, Nordflügel, Zi. 2.82)
Telefon 04321 942 2442
E-Mail

Bei Fragen steht das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben in Köln (www.bafza.de/), Telefon 0221 36730, gerne zur Verfügung.

Adressen weiterer Träger finden Sie auf http://www.bundesfreiwilligendienst.de/.

Rechtsgrundlage

A wie Ältere
Von Frauen und Männern ab 27 Jahren kann der Bundesfreiwilligendienst auch in Teilzeit von mehr als 20 Stunden pro Woche geleistet werden. Sie nehmen an den Seminaren nur in angemessenem Umfang teil.
A wie ALG 2
ALG 2 – Empfängerinnen und Empfänger können grundsätzlich am BFD und FSJ/FÖJ teilnehmen, da der Bezug der Grundsicherung für Arbeitsuchende – das sogenannte Arbeitslosengeld 2 – die Teilnahme nicht ausschließt. Im Falle des Bezuges von Arbeitslosengeld 2 ist das Taschengeld nach § 11 Abs. 1 SGB 2 grundsätzlich als Einkommen zu betrachten und anzurechnen. Von der Anrechnung aus-genommen sind sowohl beim BFD als auch bei FSJ/FÖJ grundsätzlich ein Betrag in Höhe von insgesamt 175 Euro (§ 1 Abs. 7 Arbeitslosengeld 2/Sozialgeld-Voederung) Die Teilnahme an einem BFD oder FSJ/FÖJ ist als wichtiger persönlicher Grund anzusehen, der der Ausübung einer Arbeit entgegensteht (vgl. § 10 Abs. 1 Nummer 5 SGB 2) Bezieherinnen und Bezieher von Arbeitslosengeld 2 sind in der Zeit der Teilnahme an diesen Freiwilligendiensten nicht verpflichtet, eine Arbeit aufzunehmen.
A wie Altersgrenze
Am Bundesfreiwilligendienst können Frauen und Männer unabhängig von ihrem Schulabschluss teilnehmen, sofern sie die Vollzeitschulpflicht erfüllt haben. Eine Altersgrenze nach oben gibt es nicht.
A wie Anlaufstellen
Auf der Homepage des Bundesamtes gibt es eine Platzbörse (www.bundesfreiwilligendienst.de). Weitere Einsatzstellen können auch unter www.freiwilligendienst.de abgerufen werden. Interessierte können aber auch selbst Einsatzstellen oder Träger ansprechen.
A wie Arbeitskleidung
Die Stadt Neumünster bietet den Bundesfreiwilligendienst in einer Kindertagesstätte sowie in einer Schule an, so dass spezielle Arbeitskleidung nicht erforderlich ist.
A wie Arbeitslosengeld
Wer zwölf Monate einen Bundesfreiwilligendienst leistet hat einen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Während des Bundesfreiwilligendienstes zahlt die Einsatzstelle mit den Sozialabgaben auch in die Arbeitslosenversicherung ein. Für Bezieher von Arbeitslosengeld 2 (s. unten).
A wie Arbeitsschutz
Obwohl das Verhältnis zwischen den Freiwilligen und der Stadt Neumünster kein Arbeitsverhältnis ist, wird der freiwillige Dienst hinsichtlich der öffentlich-rechtlichen Schutzvorschriften weitgehend einem Arbeitsverhältnis gleichgestellt. Entsprechend gelten die einschlägigen Arbeitsschutzbestimmungen wie z.B. das Ar-beitsschutzgesetz, die Arbeitsstättenverordnung , das Jugendarbeitsschutzgesetz, das Mutterschutzgesetz und das Schwerbehindertengesetz.
A wie ausländische Freiwillige
Selbstverständlich können auch Ausländer/-innen am Bundesfreiwilligendienst teilnehmen. Voraussetzung hierfür ist, dass sie über einen Aufenthaltstitel verfügen, der sie zur Erwerbstätigkeit berechtigt.
B wie Bewerbung
Interessiert? Dann richten Sie Ihre Bewerbung bis zum 31.03. eines Jahres mit Lebenslauf an die
Stadt Neumünster
Zentrale Verwaltung und Personal
Abt. Personal
Großflecken 59
24534 Neumünster
D wie Dauer
Der Bundesfreiwilligendienst wird in der Regel bis zur Dauer von zwölf zusammenhängenden Monaten geleistet. Die Mindestdauer der Verpflichtung beträgt sechs Monate. Die Einstellung erfolgt in der Regel zum 01.08. eines Jahres (abhängig von den Schulferien bzw. den Schließzeiten der Einrichtungen). Der BFD endet dann am 31.07. des Folgejahres.
E wie Einsatzfelder
Die Stadt Neumünster bietet insgesamt vier Plätze für den Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Hauke-Haien-Kindergarten und der Fröbelschule an.
E wie Einsatzzeiten
Diese richten sich nach den Arbeitszeiten in den Kindertagesstätten bzw. der Schule. Sie beträgt z.Zt. 39 Stunden wöchentlich. Bei Jugendlichen unter 18 Jahren gelten die Jugendarbeitsschutzbestimmungen (z.B. keine Nachtarbeit). Die Seminarzeiten gelten als Arbeitszeit. Sofern die Freiwilligen älter als 27 Jahre sind, ist auch Teilzeit von mehr als 20 Wochenstunden möglich.
F wie Fahrtkosten
Im öffentlichen Personennahverkehr erhalten Teilnehmerinnen und Teilnehmer des BFD in der Regel dieselben Ermäßigungen wie Schüler, Studenten und Auszubil-dende. Die Stadt Neumünster zahlt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern monatlich eine Fahrkostenpauschale in Höhe von 50,00 €.
G wie Gesetz
Gesetzliche Grundlage für den Bundesfreiwilligendienst ist das Bundesfreiwilligendienstgesetz.
K wie Kindergeld
Eltern, deren Kinder das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und einen Bundesfreiwilligendienst oder ein FSJ/FÖJ ableisten, können Kindergeld bzw. steuerliche Freibeträge für Kinder erhalten.
K wie Kostenerstattung
Die Träger, bei denen die Jugendlichen den BFD ableisten, dürfen nur Unterkunft, Verpflegung, Arbeitskleidung und ein angemessenes Taschengeld zur Verfügung stellen. Die Stadt Neumünster zahlt monatlich das vorgesehene Taschengeld, ein Verpflegungsgeld, erforderliche Fahrtkosten bis zur Höhe öffentlicher Verkehrsmittel (Schülermonatskarte) und übernimmt die vollen Sozialversicherungsbeiträge (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung). Diese Leistungen werden auch während der Seminare, des zustehenden Urlaubs und eventueller Schließzeiten bzw. Ferienzeiten der Einsatzstelle sowie im Krankheitsfalle für die Dauer von sechs Wochen, aber nicht über die Beendigung des Einsatzzeitraumes hinaus gezahlt.
K wie Krankenversicherung
Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst werden für die Dauer des Freiwilligendienstes grundsätzlich als eigenständiges Mitglied in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert. Die Beiträge werden von der Einsatzstelle übernommen und an die Krankenkasse abgeführt. Eine gegebenenfalls vorher bestehende Familienversicherung ruht für die Zeit des Freiwilligendienstes und kann - zum Beispiel bei Aufnahme
einer Berufsausbildung, weiterem Schulbesuch oder der Aufnahme eines Studiums - wieder aufleben. Gleiches gilt im Übrigen auch bei beihilfefähigen Kindern von Beamten. Inwieweit die private Krankenversicherung für die Zeit des Freiwilligendienstes "ruhend" gestellt werden kann, muss mit der jeweiligen privaten Krankenversicherung vor dem Bundesfreiwilligendienst geklärt werden.
K wie Krankheitsfall
Im Krankheitsfall werden in der Regel bis zur Dauer von sechs Wochen Taschengeld und Sachleistungen weitergezahlt.
K wie Kündigung
Freiwillige verpflichten sich für die vertraglich festgelegte Dauer ihres Dienstes. Der Vertrag kann aus einem wichtigen Grund, zum Beispiel bei Erhalt eines Studienoder Ausbildungsplatzes, gekündigt werden. Die konkreten Modalitäten sind vertraglich festgelegt. Kündigungen müssen über die Einsatzstelle schriftlich erfolgen; diese leitet die Kündigung dann an das Bundesamt weiter.
N wie Nebentätigkeit
Nebentätigkeiten müssen genehmigt werden.
P wie pädagogische Betreuung
Die pädagogische Begleitung umfasst die fachliche Anleitung und die Seminararbeit (siehe S wie Seminar). Die pädagogische Begleitung hat vor allem das Ziel, die Freiwilligen auf ihren Einsatz in einem neuen Erfahrungsraum vorzubereiten, ihnen zu helfen, Eindrücke auszutauschen und Erfahrungen aufzuarbeiten. Darüber hinaus sollen durch die pädagogische Begleitung soziale und interkulturelle Erfahrungen vermittelt und das Verantwortungsbewusstsein für das Gemeinwohl gestärkt werden.
P wie Pflegeversicherung
Die Freiwilligen werden grundsätzlich in der sozialen Pflegeversicherung pflichtversichert (§ 20 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 SGB XI).
R wie Rentenversicherung
Die Freiwilligen unterliegen grundsätzlich der Versicherungs- sowie Beitragspflicht in der gesetzlichen Rentenversicherung und erwerben dadurch Rentenanwartschaften. Dies gilt gleichermaßen für "junge" Freiwillige, für Seniorinnen und Senioren, die noch keine Altersrente beziehen, ebenso wie für Altersteilrentenbezieher (Altersrente in Höhe von einem Drittel, der Hälfte oder zwei Dritteln der Vollrente) und Erwerbsminderungsrentner. Keine Beitragspflicht entsteht, weil dann Versicherungsfreiheit vorliegt, wenn die Freiwilligen eine Altersvollrente - unabhängig ob vor oder nach Erreichen der Regelaltersgrenze - beziehen. Beiträge der Arbeitslosenversicherung müssen grundsätzlich für alle Freiwilligen abgeführt werden, die das maßgebende Lebensalter für eine Regelaltersrente noch nicht vollendet haben. Bei Freiwilligen, die das Lebensalter für eine Regelaltersrente bereits vollendet haben, hat die Einsatzstelle ihren "Arbeitgeberanteil" abzuführen.
S wie Seminar
Während des Bundesfreiwilligendienstes finden Seminare am Bildungszentrum Kiel statt, für die Teilnahmepflicht besteht und die als Dienstzeit gelten. Die Gesamtdauer der Seminare beträgt bei einer zwölfmonatigen Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst mindestens 25 Tage. Freiwillige, die älter als 27 Jahre sind, nehmen in angemessenem Umfang an den Seminaren teil.
S wie Sozialversicherungsbeiträge
Teilnehmer/-innen am Bundesfreiwilligendienst werden nach dem Bundesfreiwilli-gendienstgesetz so behandelt wie Beschäftigte oder Auszubildende, d.h. sie sind während ihrer freiwilligen Dienstzeit Mitglied in der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die gesamten Beiträge, also so-wohl der Arbeitgeber- als auch der Arbeitnehmeranteil, werden von der Einsatzstelle gezahlt.
S wie Studium
Universitäten und Hochschulen können u.U. Bewerber/innen bei der Aufnahme ent-sprechender Studiengänge die BFD-Dienstzeit als Praktikum anrechnen. Ob und in welchem Umfang eine Anerkennung möglich ist, richtet sich nach den einzelnen Bestimmungen der Ausbildungs- bzw. Studiengänge und ist bei der jeweiligen Hochschule zu erfragen.
T wie Taschengeld
Der Bundesfreiwilligendienst ist als freiwilliges Engagement ein unentgeltlicher Dienst. Das Taschengeld, das die Freiwilligen für ihren Dienst erhalten können, soll „ange-messen“ sein. Für das Taschengeld, das die Freiwilligen für ihren Dienst erhalten, gilt derzeit die Höchstgrenze von 390,00 Euro monatlich (6 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der allgemeinen Rentenversicherung). Die Stadt Neumünster zahlt ein Taschengeld in Höhe von 175,00  Euro.
U wie Urlaub
Der Erholungsurlaub richtet sich nach § 3ff. Bundesurlaubsgesetz. Für Jugendliche unter 18 Jahren sind die Regelungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes entsprechend anzuwenden.
V wie Vereinbarung
Das Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Fragen und die Freiwillige oder der Freiwillige schließen vor Beginn des freiwilligen Dienstes auf gemeinsamen Vorschlag der oder des Freiwilligen und der Einsatzstelle eine schriftliche Vereinbarung ab.
V wie Verpflegung
Die Stadt Neumünster zahlt zusätzlich ein Verpflegungsgeld in Höhe von derzeit 75,00 Euro monatlich für die Mittagsverpflegung.
W wie Waisenrente
Für die Dauer der Teilnahme am Bundesfreiwilligendienst besteht grundsätzlich ein Anspruch auf Waisenrente (Halb- oder Vollwaisenrente), soweit die Voraussetzun-gen nach § 48 SGB VI vorliegen.
W wie Wohngeld
Die Beantragung von Wohngeld ist für Freiwillige im Bundesfreiwilligendienst prin-zipiell möglich. Die Zahlung von Wohngeld hängt unter anderem von der Miethöhe und dem verfügbaren Einkommen ab. Ein Antrag kommt dann in Betracht, wenn für die Aufnahme des Freiwilligendienstes ein Umzug an den Ort der Einsatzstelle notwendig ist, ohne dass die Einsatzstelle Unterkunft gewähren kann. Zuständig ist die Wohngeldbehörde der Gemeinde-, Stadt-, Amts- oder Kreisverwaltung am neu-en Wohnort. Aus dem Antrag muss hervorgehen, dass die neue Wohnung der Le-bensmittelpunkt der Antragstellerin beziehungsweise des Antragstellers ist. Ob die Voraussetzungen für einen Wohngeldanspruch bestehen, sollte rechtzeitig vor An-tritt des Bundesfreiwilligendienstes mit der Wohngeldbehörde geklärt werden.
Z wie Zeugnis
Bei Beendigung des freiwilligen Dienstes erhalten die Freiwillige oder der Freiwillige ein schriftliches Zeugnis über Art und Dauer des freiwilligen Dienstes. Das Zeugnis ist auf Verlangen auf die Leistungen und die Führung während der Dienstzeit zu er-strecken. In das Zeugnis sind berufsqualifizierende Merkmale des Bundesfreiwilligendienstes aufzunehmen.
Z wie Zuverdienstgrenzen bei Frührentnern und bei Erwerbsminderung
Bei Bezug einer Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze sind bestimmte Hinzuverdienstgrenzen zu beachten. Wer eine Rente vor Erreichen der Regelalters-grenze als Vollrente in Anspruch nehmen möchte, darf nur einen Hinzuverdienst erzielen, der einen Betrag in Höhe von 400 Euro monatlich nicht übersteigt. Wird die Hinzuverdienstgrenze überschritten, führt dies nicht automatisch zum Wegfall der Rente, sondern ggf. zur Zahlung einer niedrigeren Teilrente wegen Alters, die einen höhe-ren Hinzuverdienst erlaubt. Als Hinzuverdienst gelten u. a. alle Einnahmen aus einer Beschäftigung, unabhängig davon, in welcher Form sie geleistet werden. Somit sind das aus dem Bundesfreiwilligendienst erzielte Taschengeld sowie unentgeltliche Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung mit dem jeweiligem Sachbezugswert der Sozialversicherungsentgeltverordnung als Hinzuverdienst zu Berücksichtigungen. Die Ableistung eines Freiwilligendienstes kann daher bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenzen zur Kürzung bin hin zum Wegfall des Rentenanspruchs führen. Bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gelten nochmals differenzier-tere Regelungen. Zur Klärung sollten sich daher interessierte Freiwillige mit ihrem Rentenversicherungsträger in Verbindung setzen. Nach Angaben des BMAS wird bei Aufnahme einer Beschäftigung durch den Rentenversicherungsträger stets geprüft, ob eine Erwerbsminderung noch vorliegt und damit ein Rentenanspruch weiterhin besteht.