KulturTeil-Netzwerk

Was und wer ist das KulturTeil-Netzwerk?

Das KulturTeil-Netzwerk ist vielfältig besetzt und offen für weitere Kulturakteurinnen und Kulturakteure.
Als Teil der fachlichen Begleitstruktur des bundesweiten Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ hat die Bundesakademie für kulturelle Bildung Wolfenbüttel im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierten Projekts „K2 – Kulturelle Netzwerke in Kommunen und Regionen“, sechs ausgewählte Kommunen in einem zweijährigen Analyse- und Beratungsprozess im Aufbau und in der Stärkung von kulturellen Bildungsnetzwerken unterstützt.

Die Stadt Neumünster war von 2018 bis 2020 eine der sechs Kommunen, die für das Programm ausgewählt wurden und hat mit einem ressortübergreifenden Team das KulturTeil-Netzwerk gegründet. In mehreren Workshops haben die Teilnehmenden Ziele und Themen formuliert, an denen das Netzwerk zum Ausbau der kulturellen Bildungslandschaft für Kinder und Jugendliche in Neumünster arbeiten möchte. Seit Ende 2020 arbeitet das KulturTeil-Netzwerk ohne externe Begleitung weiter an diesen Zielen.   

Zum KulturTeil-Netzwerk gehören: 

Felix Brümmer, Bildungsplaner und Präventionsmanager der Stadt Neumünster
Udo Größel, Leiter der Musikschule Neumünster
Britt Karger, Beauftragte für Kinder- und Jugendbeteiligung der Stadt Neumünster
Antje Leimbach, Leiterin der Kita Gartenstadt
Verena Manke, Museum Tuch + Technik
Angelika Rust und Frederike Harder, Kinder- und Jugendbücherei Stadt Neumünster
Andreas Scheel, Leiter des Kinder- und Jugendzentrums „KiVi“
Ingo Schlünzen, Fachberater Kulturelle Bildung für die Schulen in Neumünster
Natali Schnar, Projektkoordinatorin Partnerschaft für Demokratie Neumünster / Türkische Gemeinde Neumünster
Agnes Trenka, KulturTeil-Netzwerk Koordinatorin im Kulturbüro der Stadt Neumünster
Angelika Werner, Schulsozialarbeiterin an der GS Faldera

  • Alle Kinder und Jugendlichen erhalten unabhängig von ihrem sozio-ökonomischen Hintergrund den Zugang zu kultureller Bildung.
  • Hierfür werden Kulturanbieter/-innen noch besser mit den Schulen, Kitas und der offenen Kinder- und Jugendarbeit verzahnt.
  • Kulturangebote und Kooperationen werden in Strukturen überführt und nachhaltig gestaltet: Langfristig, lebendig, sich selbst weiterentwickelnd.
  • Kinder und Jugendliche partizipieren an der Gestaltung von Kulturangeboten.
  • Kinder und Jugendliche nehmen an kulturellen Angeboten auch in der Freizeit unabhängig von ihrem sozio-ökonomischen Status teil.

Im Netzwerk engagieren sich bereits viele Kulturakteur/-innen in Kooperation mit Schulen, Kitas und Offener Kinder- und Jugendarbeit. Für die Entwicklung und Umsetzung der Ziele werden Bundes- und Landesförderprogramme genutzt. Entscheidend ist auch die finanzielle und ideelle Unterstützung durch Kommunalpolitik und Stadtgesellschaft. Neben bereits umgesetzten und geplanten Maßnahmen ist das Netzwerk offen für weitere Ideen und die Zusammenarbeit mit weiteren Akteurinnen und Akteuren.

Maßnahmen, die bereits umgesetzt werden/wurden:

  • Mit dem städtischen Förderprogramm „KulturTeil“ werden kulturpädagogische Projekte an den Kitas und Schulen finanziell unterstützt. In der Projektdatenbank(verlinken) können entsprechende Angebote schnell und einfach gefunden werden. Zahlreiche Projekte wurden bereits über „KulturTeil“ gefördert. Weitere Informationen zum Programm. (Link)
  • Es finden regelmäßig Stammtische mit Lehrkräften und Kulturanbieter/-innen zur Vernetzung, zur Projektentwicklung und zu kulturellen Methoden statt. Für weitere Informationen kontaktieren Sie Ingo Schlünzen. (Kontakt angeben)
  • Es wurde eine umfassende Bestandsaufnahme über Kooperationen an den Kitas, Schulen und in der OKJA sowie bei den Kulturanbieter/-innen initiiert.
  • Es haben bereits drei Tagungen mit unterschiedlichen Schwerpunkten zur kulturellen Kinder- und Jugendbildung stattgefunden. Zuletzt das Forum zum Thema „Von Projekten zu Strukturen in der Kulturellen Bildung“ mit Fachvortrag, Workshops, Speed-Dating und Raum zur Vernetzung.

Geplante Maßnahmen:

  • Einbindung von Kindern und Jugendlichen in die Netzwerkarbeit u. a. durch die Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendbeirat der Stadt NMS
  • Kooperation von Kulturanbieter/-innen und der OKJA in Form von regelmäßigen Angeboten aufbauen
  • Ernennung von Kulturbeauftragten an jeder Schule
  • Gezielte Beratung von Kitas, Schulen und OKJA zu Kooperationsmöglichkeiten mit Kulturanbieterinnen und -anbietern mit dem Ziel einer nachhaltigen Verankerung von kulturellen Angeboten und Methoden
  • Fortbildungen für Erzieher/-innen und Lehrkräfte
  • Auslotung von finanziellen Fördermöglichkeiten für kulturelle Angebote im Freizeitbereich im Sinne der Teilhabe
  • Erste Schritte für den Aufbau eines Gesamtnetzwerks mit Kulturschaffenden und Bildungseinrichtungen zur Entwicklung von Strukturen in der kulturellen Bildung
  • Ausbau der Neumünster-Card aus dem Handlungskonzept Armut im Sinne der kulturellen Teilhabe
  • Umsetzbare Qualitätsstandards für die Praxis formulieren
  • Das KulturTeil-Netzwerk sieht kulturelle Bildung als Querschnittsaufgabe der pädagogischen Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen – ausgehend von einem allgemeinen Recht auf Kulturelle Bildung und Teilhabe.
  • Grundsätzlich existiert kein Gegensatz zwischen Verstand und Emotionalität. Im Gegenteil: die Entwicklung jungen Menschen wird am besten durch die Integration beider Bereiche gefördert.
  • Über das eigene Erleben künstlerischer Prozesse im weitesten Sinn (Erinnerungskultur, Musik, Theater, Lyrik, Kunst usw.) sollen Interesse und ein vertiefender Umgang mit künstlerischer Gestaltung erreicht werden. Hierbei werden ästhetische Kompetenzen, Persönlichkeitsstärkung und eine Haltungsbildung im Sinne der Demokratieerziehung gleichermaßen ausgebildet.
  • Eine Transformation dieser kulturellen Methoden auf inhaltliche Themen (Nachhaltigkeit, Umweltproblematik, Globalisierung, Digitalisierung usw.) gelingt in dem Maße, in dem das Erleben, also die Emotionalität, mit den Lernfeldern durch Kulturschaffende, Lehrkräfte und Erzieher/-innen gut verknüpft werden. Das berücksichtigt die Tatsache, dass an Lernprozessen alle Sinne und der Körper beteiligt sind. Dieses sogenannte performative Lernen fasst den Ansatz der Kulturellen Bildung gut zusammen.
  • Es geht also nicht nur um den typischen ästhetischen Fächerkanon, sondern um das Prinzip der Kulturellen Bildung in vielen, möglichst allen Bereichen der Kita, der Schule und der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
  • Entscheidend dabei ist, dass sich solche Angebote der Kulturschaffenden in den Institutionen verstetigen, mit dem Ziel einer regelmäßigen, curricularen Einbindung.
  • Kulturelle Vielfalt, inklusives, integratives Lernen und die individuelle Förderung und Forderung über kulturelle Methoden sind hierbei die Basis des Lernens und der Entwicklung junger Menschen.
  • Dazu listet die Projektdatenbank des Kulturbüros Neumünster entsprechende Angebote auf und verbindet diese mit möglichen, übertragenden Lernzielen für die unterschiedlichen Altersgruppen.
  • Die Stadt Neumünster hat sich zum Ziel gesetzt, Möglichkeiten der kulturellen Bildung als einen zentralen Aspekt der Entwicklung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu etablieren.

Kontakt

Wer Interesse hat, beim KulturTeil-Netzwerk mitzuarbeiten, oder Fragen dazu hat, kann gerne Kontakt zu uns aufnehmen!

Ansprechpartnerin im Kulturbüro der Stadt Neumünster:
Agnes Trenka
Telefon 04321 942 3315
E-Mail: agnes.trenka@neumuenster.de