Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)

Erreichbarkeit PSNV-Team Neumünster

Telefon 04321 20 24 659
E-Mail
oder über die ILST Neumünster

Ehrenamtliche und hauptberufliche Helfer der Feuerwehr, im Rettungsdienst sowie im Zivil- und Katastrophenschutz werden oft physisch und psychisch durch Einsatzsituationen besonders belastet. Es ist daher notwendig, ehrenamtliche und hauptberufliche Retter nach belastenden Einsätzen psychosozial zu betreuen. Die Belastungen für die Einsatzkräfte müssen möglichst unmittelbar nach einem schweren Unglück oder einer Katastrophe abgebaut und die Menschen müssen in die Lage zu versetzt werden, ihren Stress individuell zu bewältigen. Die psychologische und seelsorgerische Betreuung vor und nach einem Einsatz ist praktische Gesundheitsvorsorge.

Unter dem Begriff Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV) werden alle Maßnahmen und Strukturen der Prävention sowie der kurz-, mittel- und langfristigen Versorgung im Zusammenhang mit belastenden Notfällen bzw. Einsatzsituationen verstanden. PSNV zählt national und international zum Versorgungsstandard in der Gefahrenabwehr.

Die Umsetzung aller Belange der PSNV sowie der Qualitätsstandards und Leitlinien erfolgt durch die PSNV-Landeszentralstelle im Innenministerium. Dies betrifft auch die Aus- und Fortbildung operativer Kräfte und Führungskräfte der PSNV im Rahmen der bundeseinheitlichen Mindeststandards an der Landesfeuerwehrschule auf Kosten des Landes Schleswig-Holstein.

Übergreifende Ziele der PSNV sind:

  • Prävention von psychosozialen Belastungsfolgen
  • Früherkennung von psychosozialen Belastungsfolgen nach belastenden Notfällen bzw. Einsatzsituationen
  • Bereitstellung von adäquater Unterstützung und Hilfe für betroffene Personen und Gruppen zur Erfahrungsverarbeitung sowie die angemessene Behandlung von Traumafolgestörungen und – bezogen auf Einsatzkräfte – einsatzbezogene psychische Fehlbeanspruchungsfolgen.

Die Maßnahmen der Psychosozialen Notfallversorgung zielen dabei auf die Bewältigung dieser kritischen Lebensereignisse und der damit einhergehenden psychosozialen Belastungen. 

PSNV-Maßnahmen in der Gefahrenabwehr werden für folgende zwei Personen- bzw. Zielgruppen angeboten:

Psychosoziale Prävention für Einsatzkräfte (PSNV-E):

  • Maßnahmen für Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehren, der Polizei, des Katastrophenschutzes, des THW, der Bundeswehr, der PSNV-B
  • grundlegender Bestandteil der Fürsorgepflicht der Träger der Hilfsorganisationen gegenüber den eigenen haupt- und ehrenamtlichen Helfern
  • Einfügung in den Einsatzorganisationen
  • Die PSNV-Maßnahmen für Einsatzkräfte des Rettungsdienstes, der Feuerwehren, der Polizei, des Katastrophenschutzes, des THW und der Bundeswehr gliedern sich in einsatzvorbereitende, einsatzbegleitende und einsatznachsorgende Maßnahmen

Psychosoziale Akuthilfe (PSNV-B):

  • Maßnahmen für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen und/oder Vermissende
  • Bestandteil der Daseinsfürsorge der Kreise und kreisfreien Städte ohne Verpflichtung zur Institutionalisierung
  • Die PSNV-Maßnahmen für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen und/oder Vermissende gliedern sich in die psychische erste Hilfe, psychosoziale (Akut-)Hilfen und heilkundliche Interventionen

Einen ausführlichen Überblick über die Begriffsbestimmung PSNV, PSNV-Maßnahmen für beide Zielgruppen, den Konsensus-Prozess zur PSNV und PSNV-Forschungsprojekte können Sie dem Band „Psychosoziale Notfallversorgung: Qualitätsstandards und Leitlinien Teil I und II“ des BBK (2011) entnehmen.

PSNV-E

PSNV-Maßnahmen für die Einsatzkräfte der Feuerwehren (BF, FF), des Rettungsdienstes und des Katastrophenschutzes in Neumünster

Henning Liebke
Teamleiter
Telefon 04321 33 22 233
E-Mail

Peter Bürger
Psychosoziale Fachkraft
Telefon 04542 98 89 990
E-Mail

PSNV-Peers:
Danilo Schulz
Julia Lützner
Eike Singer
Heike Reumann

Erreichbarkeit:

  • Telefon  04321 20 24 659
  • E-Mail
  • oder über die ILST Neumünster

 

PSNV-B

PSNV-Maßnahmen für Überlebende, Angehörige, Hinterbliebene, Zeugen und/oder Vermisste in der Stadt Neumünster

Ev.-Luth. Kirchenkreis Altholstein Mitte und Süd  (Bereich Neumünster):

Christian Kröger
Telefon 04321 49 81 35
Mobil 0170 453 20 04
E-Mail

Erreichbarkeit:

Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten
Referat für Feuerwehrwesen und Katastrophenschutz

Landeszentralstelle PSNV

Koordination und Unterstützung der PSNV-Maßnahmen der Einsatzorganisationen und Kommunen

Thomas Scheld
Leiter Landeszentralstelle

Landesfeuerwehrverband
Süderstraße 46
24955 Harrislee
Telefon: 0461 – 7744 444
E-Mail: info@psnv-sh.de
https://psnv-sh.de