Wünsche der Senioren

Über drei Monate hat das Interviewerteam Menschen ab 65 in Faldera nach ihrer Lebenssituation und ihren Wünschen befragt.

Das Interviewerteam: Sie befragten Senioren in Faldera.

Über drei Monate hat das Interviewerteam vom Begegnungszentrum Faldera im Frühjahr 2018 die ab 65-Jährigen im Stadtteil Faldera nach ihrer Lebenssituation und ihren Wünschen befragt. Jetzt legte die Projektleiterin Elke Kuchler die Ergebnisse vor. Von den 850 angeschriebenen Personen haben sich 148 Personen zu dem Gespräch auf freiwilliger Basis bereit erklärt. Zentrale Themen sind die Infrastruktur und das Wohnen für die Befragten.

Bei nachlassender Mobilität und zunehmenden Versorgungs- und Betreuungsbedarf fehlt es vielen an ausreichender ärztlicher Versorgung, Apotheken und Banken im Stadtteil. „Die Infrastruktur im Stadtteil wird immer schlechter“, bemängeln die Senioren. Hat man kein Auto mehr und ist man in seiner Mobilität eingeschränkt, ist fußläufig keine Einkaufsmöglichkeit, keine Behörde mehr erreichbar, die Teilnahme an Veranstaltungen kaum möglich. Hier würde ein kostengünstiger Fahrdienst helfen. Auch fehlt eine Bus-Querverbindung zum Freesen-Center, um die Wegstrecke zu erleichtern.

Zum Thema Wohnen war die häufigste Aussage der Befragten: "Ich möchte so lange wie möglich zu Hause wohnen bleiben!“ Seniorengerechter, kostengünstiger Wohnraum mit und ohne Unterstützungsangeboten ist deshalb für viele sehr wichtig, aber im Stadtteil kaum vorhanden. Auch Beratungsangebote zu Möglichkeiten des altersgerechten Umbaus des eigenen Hauses oder eine Tauschbörse „Haus gegen barrierefreie Wohnung“ waren Ideen, die ins Gespräch gebracht wurden.

Die Stadt Neumünster, der Stadtteilbeirat und der Seniorenbeirat werden sich nun mit den Befragungsergebnissen beschäftigen und schauen, was von den Veränderungswünschen umsetzbar ist und ob sich daraus neue Ideen für Angebote im Stadtteil entwickeln können. Freiwillige, die bei der Umsetzung neuer Ideen in Faldera helfen möchten, sind herzlich willkommen und können sich im Begegnungszentrum bei Elke Kuchler unter der Telefonnummer 2692313 melden. Dort können auch während der Sprechzeit immer dienstags von 14:00 bis 17:00 Uhr weitere Einzelheiten zu den Gesprächsergebnissen erfragt werden.